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Grauweiße Rauchschwaden wabern über den Asphalt des Handlingkurses. Mit dem Ausschalten der Regelsysteme erwacht das Tier unter der dezent modifizierten Blechhaut der C Klasse. 457 PS zerren mit einem Bums von 600 Newtonmetern an den Hinterrädern, brennen schwarze Streifen auf den heißen Asphalt. Der C 63 lässt das Heck weit heraushängen; bei so viel Power auf der Hinterachse wird das Gaspedal zur willkommenen Lenkhilfe und die Parole „Gib Gummi“ gnadenlos in die Realität umgesetzt. Klar, im normalen Verkehrsalltag gehört dieser rüde Umgang mit den teuren Sommereifen nicht zum guten Ton, aber bei einem Reifentest zählt auch das Fahren im Grenzbereich und noch ein Stück weit darüber hinaus zu den Beurteilungskriterien. Dabei spielt besonders die Bereifung der Hinterachse eine wichtige Rolle, denn bei allen dynamischen Fahrmanövern hat sie für ausreichende Stabilität zu sorgen. Dabei gilt: Je mehr Gummi auf der Straße, desto besser die Haftung. Deshalb greifen Fahrwerksingenieure bei der Auswahl einer geeigneten Reifendimension der Hinterachse auch gern zum etwas breiteren Reifen. So beschert der Goodyear Stabilitätsprobleme bei einem schnellen Spurwechsel; dem Reifen der Marke Syron mangelt es am präzisen Einlenkverhalten. Gut, dass es auch den neuen Conti SportContact 5P und Pirellis P Zero gibt. Denn bei ihnen klappt das Zusammenspiel vorbildlich. Exaktes Einlenken, perfekte Kurvenstabilität, sicheres Spurwechselverhalten, alles in Verbindung mit einer überzeugenden Rückmeldung von der Piste perfekt. Doch wie steht es mit dem Wohlfühlfaktor bei Aquaplaning? Bekommen die breiten Pneus das Wasser unter den Laufflächen schnell genug fortgeschaufelt? Unser Testwagen durchfährt dazu ein auf acht Millimeter aufgestautes Wasserbecken. Gemessen wird die Geschwindigkeit, bei der der Reifen den Kontakt zur Fahrbahn verliert und wie ein Wasserski aufschwimmt. Auf den besten Bremser, den Conti, verliert er aus 100 km/h über elf Meter, das kann am Stauende teuer werden. Mit kurzen Bremswegen und erstaunlichem Nässegrip macht dagegen der Ventus S1 evo von Hankook auf sich aufmerksam. Auf der bewässerten Kreisbahn fährt er die schnellsten Runden, bei der Beurteilung der Handlingqualitäten kassiert er als Einziger die Traumnote „Eins“. Seine sichere Seitenführung und das neutrale Kurvenverhalten machen ihn mit knappen Vorsprung vor Pirellis P Zero zum Nässekönig unter den 19 Zöllern.

Lieber nicht am falschen Ende sparen

Weniger harmonisch verhält sich dagegen Contis SportContact 5P auf nasser Piste. Bei Annäherung an den Grenzbereich reagiert er zickig mit Heckausbrüchen. Auch auf dem Syron Race 1 sollte man bei Nässe besser die Finger vom ESP Schalter lassen; ihm fehlt es hier einfach an der Haftung. So schiebt es unseren Testwagen immer wieder über die Vorderräder aus der Kurve. Lange Bremswege, ein unharmonisches Fahrverhalten, mangelnder Grip der koreanische Syron Race 1 kann in diesem Vergleichstest nicht mithalten. An diesen Fakten kann auch sein im Vergleich zur Konkurrenz deutlich günstigerer Preis nichts ändern.

Fazit: Jeder Kandidat hat andere Stärken

Die C Klasse von AMG stellt höchste Ansprüche an die Reifen. Bei der Suche nach der idealen Umrüstbereifung in 19 Zoll sind wir dennoch fündig geworden. Contis neuer SportContact 5P setzt beim Bremsen auf nasser wie trockener Fahrbahn jeweils Bestmarken, überzeugt mit stabilem Fahrverhalten auf trockener Piste. Die meisten Sympathiepunkte in Sachen Fahrdynamik aber kann der perfekt ausbalancierte P Zero von Pirelli sammeln. Auf nasser Piste ist der Hankook Ventus S1 evo nicht zu schlagen, Goodyears Eagle F1 bietet bei Aquaplaning die größten Sicherheitsreserven. Den kompletten Reifentest mit ausführlichen Wertungstabellen können Sie sich bequem als PDF herunterladen.
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