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Ein großes Mercedes Coup bildet die wohl eleganteste Art, einen Benz zu fahren. Mit dem neuen Zweitürer kommt wieder ein Traumwagen auf den Markt, der mit seiner ästhetischen Form die Gemüter begeistert. Anders als sein Vorgänger CLK auf Basis der C Klasse, rückt das neue Coup näher an die E Klasse heran und darf daher auch ein „E“ im Namen tragen. Beim neuen E Coup wird dieser Schwung auch optisch nicht unterbrochen, denn der Wagen verzichtet auf eine B Säule. Das Dach endet am Heck in einer schmalen, spitz zulaufenden C Säule. Vorn schaut der Benz freundlich aus dem Vieraugen Gesicht der E Klasse Limousine. Der stärker als beim Viertürer gepfeilte Kühlergrill mit zwei Streben und großem, dominanten Stern guckt selbstbewusst in Richtung Horizont. Tagfahr LED funkeln ebenso wie beim viertürigen Bruder aus der Schürze, zumindest, wenn man das „Intelligent Light System“ gewählt hat. Doch nicht nur: Auch in der Historie findet sich diese Form, beispielsweise am „Ponton“ Coup S 220 von 1955. Das Hinterteil des neuen Zweitürers ist ebenfalls sichtbar gepfeilt und zeigt damit noch einmal deutlich die Windschnittigkeit des schönen Stuttgarters. Mit einem cW Wert von 0,24 ist der neue Zweitürer laut Mercedes das strömungsgünstigte Serienauto der Welt. Von der E Klasse Limousine unterscheidet sich das Coup übrigens durch die Abmessungen: Es ist mit 4,70 Meter Länge etwa 17 Zentimeter kürzer und weist elf Zentimeter weniger Radstand als der Viertürer auf. Es ist zudem um jeweils sieben Zentimeter schmaler und flacher als der größere Bruder.

Enger Fond mit wenig Kopffreiheit

Wir wählen für die erste Testfahrt einen 231 PS starken E 350 CDI, der in Verbindung mit einer 7G Tronic ausgeliefert wird. Bereits beim Verstauen unserer Taschen im Kofferraum merken wir, dass der Wagen ein Langstrecken Mobil ist: Das Stauabteil hat zwar eine recht schmale ffnung, schluckt aber immerhin 450 Liter. Das reicht für die Koffer zweier Passagiere völlig aus. Dennoch: Wir könnten durchaus auch zu viert unterwegs sein: Die Türen öffnen weit, dank Easy Entry System gleiten die Vordersitze beim Klappen der Lehnen automatisch nach vorn und geben eine ausreichend breite ffnung frei. Relativ leicht können wir im Fond auf den beiden Einzelsitzen Platz nehmen. Doch hier allerdings zeigen sich die Nachteile eines Coups: Wenig Knie und sehr wenig Kopffreiheit machen einem 1,80 Meter großen Erwachsenen wenig Lust auf lange Strecken.

Bequeme Sessel mit integrierten Kopfstützen

Das Gegenteil ist allerdings eine Reihe weiter vorn der Fall: Wir gleiten in bequeme Sessel mit ausreichend Seitenhalt. Eine Besonderheit bilden hoch gezogenen Rückenlehnen mit integrierten Kopfstützen. Doch auch hier geht noch mehr: Die Sonderausstattungsliste hält Multikontursitze genauso bereit wie Komfortsitze mit Belüftung oder ein Memory Paket mit Speicher Funktion sowie vierfach elektrisch einstellbaren Lordosenstützen. Die elektrische Verstellung von Lehnenneigung und Sitzhöhe ist ebenso ab Werk vorhanden wie ein automatischer Gurtbringer. Der ist praktisch: Kaum sitzen wir, kommt wie von Geisterhand geführt die Gurtschnalle in Griffnähe. Dadurch müssen wir uns nicht verrenken.

Viele Extras zu haben

Unser Testwagen hat viele Extras an Bord, die mittlerweile klassenüblich sind, aber auch eine weite ffnung der Brieftasche erfordern. Dazu gehört das Comand APS System mit Festplatten Navigation ab 3.046 Euro, eine Harman Kardon Surround Anlage für 833 Euro und eine Dreizonen Klimaautomatik für 702 Euro. Letztere muss nicht unbedingt sein: Zwei Zonen sind schon im Grundpreis dabei. Das Cockpit ist bedienerfreundlich konzipiert, und mercedestypisch praktisch gibt’s zum Beispiel die Knöpfe für die Sitzverstellung an den Türen. Die Maschine liefert vom Start weg genügend Kraft und Durchzugswillen. Bei Zwischenspurts zeigt der Motor seine Qualitäten und meistert souverän berholvorgänge. Sanft wechselt die serienmäßige 7G Tronic die Fahrstufen und leistet ihren Part zu einem entspannten Vorankommen. Doch auch die Dynamik kommt nicht zu kurz: 6,7 Sekunden bis zur Hunderter Marke und eine Spitze von 250 km/ sind beachtliche Werte.

Benzin und Dieseleinstieg mit jeweils 204 PS

Der 350 CDI ist einer von fünf Motoren, die zum Marktstart bereitstehen. Die Einstiegsmodelle sind der Otto Direkteinspritzer 250 CGI in Verbindung mit einer Fünfgang Automatik und der Diesel 250 CDI mit einer Sechsgang Handschaltung. Beide Vierzylinder leisten jeweils 204 PS. Der kleine Benziner, den wir ebenfalls ausprobiert haben, ist eine gute Wahl für einen Wagen wie das E Coup: Der Motor beschleunigt das schöne Mobil in 7,4 Sekunden auf Tempo 100,
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ermöglicht eine Spitze von 250 km/ und soll nur 7,2 Liter Benzin verbrauchen.

BlueEffiency für die Vier und Sechszylinder

Wer es stärker will, kann auch den 292 PS starken 350 CGI bestellen, der ebenfalls mit Benzin Direkteinspritzung arbeitet. Der V6 Motor ist mit einer 7G Tronic verbunden. Alle Vier und Sechszylinder Motoren tragen übrigens den Zusatz „BlueEfficiency“. Das bedeutet, dass die Modelle hinsichtlich des Verbrauchs und der Umweltverträglichkeit optimiert wurden. So soll der 250 CDI beispielsweise nur 5,1 Liter Diesel verbrauchen.

E 500 als Sahneschnitte

Das Topmodell bildet der E 500, dessen V8 eine Leistung von satten 388 PS liefert. Mit diesem Aggregat wird der Gleiter zum Stürmer. Allerdings nur, wenn es um Vortrieb geht. Wir können die Coup Sahneschnitte gelassen cruisen, der Antrieb klingt kraftvoll, nicht laut. Doch wenn die Leistung abgefragt wird, setzt sich der Zweitürer so vehement in Bewegung, dass es uns das Grinsen ins Gesicht treibt. Nach nur 5,2 Sekunden flutscht die Tachonadel über die 100, abgeregelt wird bei 250 km/h. Wir wissen aus Erfahrung, dass meist noch mehr geht: Doch eine noch stärkere AMG Variante sei derzeit nicht angedacht, so Mercedes Sprecher Frank Bracke. Während bei normaler Fahrt die Einstellung mehr in Richtung Komfort geht, wird der Unterbau in schnellen Kurven blitzschnell straffer. Wir haben es ausprobiert: Mittels Sporttaste wird die Federung spürbar straffer, die Sport Parameter Lenkung reagiert direkter, die Automatic schaltet schneller und früher und auch das Gaspedal setzt Befehle schneller um. Die Liste der Optionen darüber hinaus ist noch viel länger: Auf Wunsch gibt es ein Schlüssellos System, Bi Xenon Scheinwerfer mit einem Fernlichtassistenten, ein Multimedia Interface im Handschuhfach, ein Sprachbedienungssystem und ein großes Panorama Schiebedach. Der neue Müdigkeitswarner Attention Assist und der Abstandstempomat sind sogar in der Grundausstattung vorhanden.

Der schöne Wagen hat auch einen schönen Preis: 44.684 Euro kosten sowohl der 250 CGI als auch der 250 CDI. Dabei ist es egal, ob die Nobel Ausstattung Elegance oder die sportliche Variante Avantgarde gewählt wird. Der E 350 CDI ist ab 48.671 Euro zu haben, der 350 CGI ist 51.408 Euro teuer. Der E 500 startet bei 66.045 Euro. Ein Vergleich mit der Konkurrenz lohnt sich, allerdings muss man bedenken, dass das E Klasse Coup eine halbe Klassennummer größer ist als der 190 PS starke Audi A5 2.7 TDI für glatt 40.000 Euro, oder ein BMW 325d Coup mit 197 PS für 39.900 Euro,
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beide mit Schaltgetriebe.