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vielleicht ist jemand da, der sich im Insolvenzrecht auskennt oder beim Arbeitsamt arbeitet.

Die Firma, in der ein Freund von uns arbeitet, hat Insolvenz beantragt; das Insolvenzfahren ist soweit ich weiß noch nicht abgeschlossen. Ihm wurde nun vom RA des Arbeitgebers geraten, selbst zu kündigen, denn andernfalls würde er das April Gehalt verlieren. Eine Sperrfrist bezüglich des AL Geldes hätte er in diesem Fall nicht, da er sein Gehalt schon 3 Monate nicht mehr bekommen hat. Mir kommt das irgendwie nicht ganz astrein vor. Wäre super, wenn Jemand Bescheid wüßte.

Schon jetzt lieben Dankunsere Firma macht zur Zeit dasselbe Spektakel durch.

Dein Mann sollte unbedingt kündigen, denn nur dann hat er Anspruch aufs Insolvenzgeld (für alle ausgefallenen Monate). Dies wiederum muss er innerhalb zwei Monaten beantragen, sobald die Insolvenz offiziell ist, sonst verfällt der Anspruch.

Ich nehme mal nicht an, dass dein Mann noch ein Azubi ist (wie ich) da ist das Ganze nämlich dadurch komplizierter, dass Azubis nicht kündigen sollten, weil sie nahtlos von einer Ausbildung in die andere übergehen müssen, da die bisherigen Monate sonst verfallen. Soweit mein Wissensstand.

Liebe Grüße und viel Glück für eine neue Arbeitsstelle,
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Lohnforderungen aus der Zeit vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind einfache Insolvenzforderungen nach 38 InsO; Lohnforderungen, die nach der Insolvenzeröffnung entstehen, sind Masseverbindlichkeiten nach 55 InsO.

Das Insolvenzgeld wird gewährt für ausstehende Lohnzahlungen von bis zu drei Monaten vor der Insolvenzeröffnung oder der Abweisung mangels Masse, sofern der Arbeitgeber für diese Zeit keine Löhne mehr gezahlt hat.

Das Insolvenzverfahren wird mangels Masse‘ abgewiesen, wenn das Vermögen nicht mehr ausreicht, um u. a. die Masseverbindlichkeiten zu begleichen; d. h. wenn das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, müssten eigentlich ausreichende Mittel vorhanden sein, um die Löhne, die für die Zeit nach Verfahrenseröffnung anfallen, zu zahlen.

Mir ist deshalb nicht klar, wieso eine Eigenkündigung für den Arbeitnehmer Vorteile haben sollte. Er bekommt doch auf jeden Fall für bis zu drei Monaten das Insolvenzgeld und für die Zeit des Verfahrens den normalen Lohn, sofern das Arbeitsverhältnis nicht vorzeitig beendet wird.

Für den Insolvenzverwalter ist es allerdings günstiger, wenn der Arbeitnehmer selbst kündigt, denn dann fallen für ihn keine Masseverbindlichkeiten mehr.
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