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Beim G20 Gipfel wurden 32 Medienvertretern aufgrund von Sicherheitsbedenken“ die bereits gewährten Akkreditierungen wieder entzogen. Der Grund: Sie standen auf einer zweifelhaften Schwarzen Liste des Bundeskriminalamts. Datenschützer und Medienexperten verurteilen den Vorgang. Verschärfend kommt hinzu, dass der Verdacht besteht, dass ausländische Geheimdienste hinter dem Ausschluss stecken. Weiterer Lesetipp: Das Protokoll zweier betroffener Journalisten: Das kommt einem Berufsverbot gleich“

2. Rechtspopulistische Vereinnahmung des Berliner Kurier“: DuMont geht gegen AfD nahen Deutschland Kurier vor

Heute ist es so weit: Die AfD nahe Wochenzeitung Deutschland Kurier“ erscheint mit einer Auflage von 300.000 Exemplaren auf dem Berliner Markt. Das Blatt wird vom rechtskonservativen Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten“ herausgegeben und hat bereits im Vorfeld für viel Gesprächsstoff gesorgt. Nun kommt ein neuer Aspekt hinzu: Das Logo der Rechts Postille ähnelt auf frappierende Weise dem des Berliner Kuriers“. Dort prüft man rechtliche Schritte.

3. Sieben Dinge, die ich in der rechten Facebook Echokammer gelernt habeSZ“ Autor Simon Hurtz startete 2015 ein Experiment: Auf Facebook legte er den Fake Account Tim“ an. Tim interessiert sich für schnelle Autos, schläft in FC Bayern Bettwäsche und hat ein stark ausgeprägtes, rechtskonservatives Weltbild. Diesem Weltbild entsprechend liket er sich durch Facebook. Die Motivation: Ich wollte keinen politischen Extremisten erschaffen, sondern einen möglichst realistischen Eindruck bekommen, wie Facebook für Menschen aussieht, mit denen ich außerhalb sozialer Medien kaum ins Gespräch komme.“ Nach mehr als anderthalb Jahren fasst Simon Hurtz seine Erkenntnisse aus dem Versuch zusammen: Facebook verwandelt tolerante Bürger nicht in Rassisten. Mir hat mein Experiment aber gezeigt, wie erschreckend einfach es ist, sich eine Echokammer zusammenzuklicken, in der Hass entsteht. Hier entwickeln Menschen ein Wir da unten gegen die da oben“ Gefühl und ich kann nachvollziehen, woher ihre Wut kommt.“Twitter hat sich zu einem wichtigen Nachrichtenkanal entwickelt, der von vielen als Informationsquelle genutzt wird. Doch es gibt auch Falschmeldungen, die von den Medien ungeprüft verbreitet werden. Dabei oft besonders wichtig: Wann wurde ein Tweet verfasst? Wolfgang Wichmann vom Faktenfinder“ Team der Tagesschau“ zeigt anhand von praktischen Beispielen, wie man bei der Verifikation vorgeht.

5. Ein bisschen Transparenz bei Facebook

Facebook hat erstmals Journalisten in sein Berliner Löschzentrum eingeladen, das von der Bertelsmann Tochter Arvato“ betrieben wird. Anscheinend wollte man der kritischen Berichterstattung der Vergangenheit Transparenz entgegensetzen. Doch so recht klappen wollte das mit der Transparenz nicht. Bei Fragen nach konkreten Zahlen, zum Beispiel zur Fehlerquote bei Löschentscheidungen oder zur Zahl der Mitarbeiter, die sich konkret um deutschsprachige Inhalte kümmern, hätte man sich weiter verschlossen gegeben.

6. ber die Kraft der 140 Zeichen

Ausnahmsweise heute ein zusätzlicher Link aus dem eigenen Haus: Moritz Tschermak berichtet über den fragwürdigen Bild“ Fahndungsaufruf (Gesucht. Wer kennt diese G20 Verbrecher?“) und die Reaktionen von Polizei und Medien darauf. Mit umfangreicher Linkliste zu weiterführenden Artikeln.
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