parajumpers hannover AMG E 63 S 2017

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Die Rangfolge in der E Klasse Familie stimmt wieder, denn: 2017 wird der Mercedes AMG E 63 den E 43 als stärkste E Klasse ablösen. Acht Zylinder (E 63) schlagen sechs Zylinder (E 43). Der E 63 wird in zwei Leistungsstufen mit entweder 571 PS (E 63) oder 612 PS (E 63 S) angeboten. Die Konkurrenz des neuen E 63 ist groß: Audi hat den RS 6 im Angebot, der als „performance“ 605 PS leistet. BMW arbeitet bereits mit Hochdruck am neuen M5, der es auf 630 PS bringen soll. Und dann gibt es da noch den Cadillac CTS V mit 649 PS für alle, die sich noch mehr von der Masse abheben wollen. Eines hat Daimler schon jetzt der Konkurrenz voraus: Unter all den Highperformern wird es nur den E 63 in zwei Karosserievarianten geben. Den RS 6 führt Audi ausschließlich als Kombi „Avant“, BMW und Cadillac bringen M5 und CTS V nur als Limousine. Einzige Ausnahme ist der eher komfortorientierte Alpina B5, der auch als Touring angeboten wird. Die breiteren Kotflügel sind nicht nur optisches Gimmick, sie sind auch zwingend notwendig für die breitere Spur. Die wiederum wird für den serienmäßigen Allradantrieb 4Matic+ benötigt. Ganz offensichtlich wird der Vierradantrieb in dieser Klasse immer wichtiger. Während Audi beim RS 6 von Beginn an auf quattro gesetzt hat, war der Allradantrieb bei Mercedes AMG bisher optional und bei BMW M gar nicht erhältlich. In der neuesten Generation setzt man in Affalterbach ausschließlich auf den 4Matic+ genannten Antrieb, und aller Voraussicht nach kommt auch der neue BMW M5 mit xDrive auf den Markt.

Neue Mercedes (2018, 2019, 2020, 2021 und 2022)

Der Innenraum des neuen E Klasse Topmodells unterscheidet sich nur in Details von den zivilen Versionen. Wobei dazu gesagt werden muss, dass bereits die aktuelle „zivile“ E Klasse technisch so ziemlich alles zu bieten hat, was Markt und Kundenkonto hergeben. Touchpads im Lenkrad, Smartphone Integration inklusive Apple CarPlay und Android Auto sowie das sogenannte „Widescreen Cockpit“ sind gegen Aufpreis erhältlich. Der E 63 S verfügt beispielsweise serienmäßig über das digitale Cockpit mit den zwei jeweils 12,3 Zoll großen Bildschirmen. Im E 63 ohne S kostet dieses Feature extra. Die AMG Version bekommt darüber hinaus Zifferblätter im Zielflaggen Design, ein unten abgeflachtes Sportlenkrad mit AMG Logo und Sportsitze vorne. Drei Innenraumfarben stehen zur Wahl: Schwarz, Braun oder Macchiato (Beige). Optional erhältlich sind die bekannten AMG Performance Sitze, die hervorragenden Seitenhalt und ausreichend Komfort versprechen. Im stärkeren E 63 S ist zusätzlich die Instrumententafel mit Leder bezogen. Außerdem kommt das Lenkrad mit 12 Uhr Markierung, in den Kopfstützen sind AMG Logos eingelassen. Schnelle Runden auf der Rennstrecke können auch im neuen E 63 per Racetimer gestoppt und gespeichert werden.

Fahren: Der E 63 ist erstaunlich vielseitig

612 PS und 850 Nm Drtehmoment: Das sind Werte, die den E 63 S zur stärksten E Klasse aller Zeiten machen. Die 100 km/h knackt der E 63 S bereits nach 3,4 Sekunden, was den 1880 Kilogramm schweren Viersitzer zwischen Porsche 911 S (3,9 s) und 911 Turbo (3,0 s) einordnet und klarstellt, wo sich der E 63 S längsdynamisch positioniert. Wie der AMG seine Leistung aus dem rmel schüttelt, ist schlicht eindrucksvoll: Schon bei niedrigen Touren setzt der Biturbo jeden Gasbefehl sofort und mit aufreizender Mühelosigkeit in heftigen Vortrieb um. Die neuen Twin Scroll Turbolader mit zwei Strömungskanälen für besseren Gaswechsel, schnelleres Ansprechen und niedrigeren Abgasgegendruck sind ganz leise säuselnd zu hören, Verzögerungen beim Ansprechen oder einen spürbaren Hinweis auf die Existenz der Lader gibt es nicht. Untermalt wird jede Volllastabfrage von einem Klang, der zwischen dezenter Zurückhaltung einer E Klasse und der Erwartung an ein 612 PS Monster einen guten Mittelweg findet: Je nach Klappenstellung kann der E 63 S zwar auch leise, spielt aber grundsätzlich eine saubere V8 Melodie, die selbst bei geöffneter Klappe im grünen Bereich bleibt.

Mercedes AMG E 63 S 4Matic+ (2016): Vorstellung

Für beste Traktion sorgt der mit Magna entwickelte Allradantrieb 4Matic+, der durch seine vollvariable Momentenverteilung ein kleines Gimmick bereithält: Im Race Programm kann bei deaktivertem ESP der Drift Modus aktiviert werden, der die gesamte Kraft über die elektromechanisch geregelte Kupplung ausschließlich an die Hinterachse überträgt. Dann ist der E 63 S als reiner Hecktriebler unterwegs und einfacher zum Drift zu bewegen als ein Allradler. Im Race Modus werden eine Reihe von Anpassungen bei Motor, Getriebe, Allradantrieb, Lenkung, Fahrwerk, dem elektronisch geregelten Hinterachs Sperrdifferenzial und in der ESP Abstimmung vorgenommen. Der V8 knurrt auch etwas markiger, und der Motor hängt sehr spitz am Gas. Schaltzeiten und gefühl der angepassten Neungang Automatik mit nasser Anfahrkupplung lassen kein Doppelkupplungsgetriebe vermissen. Auf der Rennstrecke ist der 1,9 Tonner agil und feinfühlig unterwegs, aber auch auf schlechten Straßen bügelt das neu konstruierte Sportfahrwerk die gröbsten Stöße geschmeidiger aus als der noch leicht hölzern wirkende Vorgänger. Auch die im Comfort Fahrwerksmodus weiche Anbindung der serienmäßigen dynamischen Motorlager spielt hier eine ausgleichende Rolle.

Ausstattung: E 63 S als Edition One im ersten Jahr

Anders als der Vorgänger wird der neue Mercedes AMG E 63 immer mit dem neu entwickelten Allradantrieb 4Matic+ bestückt. Dank der vollvariablen Momentenverteilung soll stufenloses Wechseln zwischen Hinterrad und Allradantrieb möglich sein, verspricht Mercedes AMG. Exklusiv für den E 63 S gibt es den Drift Mode, bei dem nur noch die Hinterräder angetrieben werden. Die Launch Control, bei Mercedes AMG „Race Start“ genannt, wurde für den E 63 überarbeitet. Das Feature soll jetzt einfacher zu bedienen sein, ellenlanges Suchen in Untermenüs soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen einfach in den Modi Sport, Sport+ oder Race den linken Fuß aufs Bremspedal setzen, den rechten auf Vollgas und Abflug. Ebenfalls ab Werk an Bord ist das neue AMG Sportfahrwerk, das auf der Luftfederung Air Body Control basiert. Kleiner Unterschied zwischen E 63 und E 63 S: Der „S“ bekommt ein elektronisches Sperrdifferenzial, während der E 63 über ein mechanisches Sperrdifferenzial verfügt. Ebenfalls nur für die S Version gibt es die dynamischen Motorlager, die laut Mercedes AMG für eine direktere Rückmeldung der Lenkung sorgen sollen.

Ordentliche Verzögerung sollen 360 Millimeter (E 63) bzw. 390 Millimeter (E 63 S) große Bremsscheiben an der Vorderachse garantieren. Gegen Aufpreis gibt es eine Keramikbremse. Während der E 63 ab Werk mit 19 Zoll Felgen ausgeliefert wird, rollt der E 63 S serienmäßig auf 20 Zöllern. Optional gibt es ein neu designtes Schmiederad in Zentralverschluss Optik. Wer seinen E 63 weiter individualisieren möchte, bekommt über das AMG Performance Studio das Night Paket mit geschwärzten Anbauteilen oder zwei verschiedene Carbon Pakete für innen und außen. Alternativ können Kunden auch zum E 63 S Edition One greifen. Wie wir es schon von anderen AMG Modellen kennen, beispielsweise vom C 63, gibt es auch den E 63 S im ersten Verkaufsjahr als „Edition One“ mit verbesserter Ausstattung. Optische Unterschiede: mattschwarzer Lack, Streifen auf den Seitenschwellern, Night Paket und mattschwarze 20 Zöller. Im Innenraum dominieren die Farben Schwarz und Gelb. Die meisten Extras, wie Keramikbremse, Sperrdifferenzial oder Carbon Anbauteile, bietet auch die Konkurrenz von Audi und BMW an. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Edition One, die es in dieser Form nur bei Mercedes AMG gibt. Die Ingolstädter kontern beim RS 6 dafür mit einer erstarkten „performance“ Version (605 statt 560 PS). Auch BMW bieten den M5 als „Competition“ mit 575 statt 560 PS an.

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Connectivity: Mercedes AMG entwickelt eigene App

Der E 63 übernimmt alle Connectivity Funktionen aus der normalen Mercedes E Klasse. Dazu gehören natürlich das Widescreen Cockpit mit zwei jeweils 12,3 Zoll großen Displays (Serie im E 63 S) und die Touchpads im Lenkrad, über die sich verschiedene Funktionen wie auf einem Smartphone Touchscreen bedienen lassen. Die Touchknöpfe steuern alle Funktionen des Infotainments. Sitzklimatisierung einstellen, Radio und Medien bedienen oder auf das neu gestaltete Navi mit einem mittig angeordneten Hauptmenü zugreifen: Alles funktioniert reibungslos und erklärt sich intuitiver als das Comand System mit dem Dreh Drück Steller. Apple CarPlay, Android Auto und die Funktionen von „Mercedes me connect“ sind ebenso verfügbar. Ebenfalls an Bord ist der in der normalen E Klasse eingeführte Concierge Service, bei dem es sich um ein mobiles Callcenter handelt, das bei sämtlichen Fragen rund um die Route oder das Fahrzeug hilft. Das System kennen wir in sehr ähnlicher Form übirgens schon von Opel, heißt dort Onstar. Exklusiv für die AMG Version wurde eine App entwickelt. Mit AMG Track Pace lässt sich die Linienwahl und somit die Fahrweise auf der Rennstrecke analysieren und verbessern. Außerdem lassen sich Zeiten direkt über Facebook oder Youtube teilen. Mittels Comand Online werden die relevanten Daten wie Geschwindigkeit, Gang, Zeit und Temperatur direkt von der App in das Infotainmentsystem übertragen. Außerdem kann die Track Pace App mit GoPros gekoppelt werden, sodass die schnellsten Runden mitsamt aller wichtigen Telemetrie Daten als Video gespeichert werden können. Erhältlich ist die App für iOS und Android Nutzer. Etwas Vergleichbares such man bei der Konkurrenz aktuell vergeblich.

Auch die Assistenzsysteme übernimmt der E 63 von der E Klasse. So ist auch das Topmodell auf Wunsch teilautonom unterwegs. Kleiner Auszug aus dem Repertoire der E Klasse: Spur, Abstand und Geschwindigkeit halten Ehrensache. Hände vom Lenkrad? Kein Problem. Nach ein paar Sekunden mahnt ein Piep Ton dazu, das Lenkrad besser wieder festzuhalten, auch wenn das nicht nötig wäre. Bisher bringt es die stärkste Ausbaustufe im AMG GT R auf 585 PS. Im E 63 S knackt das Triebwerk die 600 PS Marke. Um genau zu sein, stehen 612 PS zur Verfügung. Das ist genau so viel wie einst die ersten 65er Modelle von AMG aus einem Sechsliter V12 Biturbo geholt haben. Für die Mehrleistung verantwortlich sind neue Kolben, verbesserte Ansaugung, ein überarbeiteter Ladeluftkühler sowie eine geänderte Motorsoftware. Ebenfalls im Angebot ist der E 63 in einer etwas schwächeren Leistungsstufe mit 571 PS. Beide Modelle sind ausschließlich mit dem neuen Allradantrieb 4Matic+ erhältlich. Die Kraftübertragung übernimmt in beiden Fällen das neue Neungang Sportgetriebe AMG Speedshift, das über eine nasse Anfahrkupplung verfügt. Beim E 63 setzt Mercedes AMG zudem erstmals bei einem Turbomotor die Zylinderabschaltung ein. Das soll nur im Comfort Modus und völlig unbemerkt geschehen, verspricht Mercedes AMG.

Die Preistabelle des E 63 startet mit dem E 63 4Matic+ in der Basisausführung für 109.837 Euro. Die 612 PS starke S Version und damit stärkste, werksseitige E Klasse aller Zeiten kostet mindestens 121.618 Euro. Für die limitierte „Edition 1“ verlangt AMG wenigstens 136.910 Euro. Bestellbar ist die Power Limousine ab sofort. Estmals gab es auch den 4matic genannten Allradantrieb für den E 63 (557 PS) und E 63 S (585 PS). Online beginnen die günstigsten Facelift E 63 bei knapp 53.000 Euro, auch hier sind die Laufleistungen hoch. Wichtig: Nicht alle 2013er Modelle sind auch wirklich Facelift Modelle, da die Modellpflege erst im Juni 2013 auf den Markt kam. Gut erhaltene E 63 mit Laufleistungen zwischen 40.000 und 70.000 Kilometern kosten rund 62.000 Euro. Das Angebot an Limousinen und T Modellen ist relativ ausgeglichen, die Ausstattungen sind meist üppig. Keramikbremsen sind allerdings ein eher seltenes, weil teures, Extra. Wie bei den meisten AMG Modellen, gilt auch beim E 63. Nicht vom vermeintlich günstigen Preis locken lassen. Lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und ein scheckheftgepflegtes Exemplar kaufen. Der Unterhalt ist beim E 63 sehr teuer: Benzin, Versicherung und Ersatzteile können schnell ein Vermögen kosten.
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