parajumpers outlet deutschland Schwules Leben unter der kommunistischen Diktatur

parajumpers denali Schwules Leben unter der kommunistischen Diktatur

Mit den neuesten Entwicklungen rund um die LGTB Community in Russland, die eine sehr homophobe Lebenskultur für Homosexuelle und andere Randgruppen in der Gesellschaft an den Tag legt, lässt sich vermuten, dass auch in der Vergangenheit das schwul und lesbische Leben in Russland nicht einfach war. Die geschichtliche Aufarbeitung weist in diesem Gebiet einige schwarze Lücken auf und nur wenige haben in diesem Gebiet geforscht. Viele offene Fragen bleiben bis heute noch unbeantwortet: Wie lebten schwule Männer während des kommunistischen Regimes im Herzen von Zentraleuropa? Ist es wahr, dass die Subkultur in den 1960ern aufblühte oder nahm eher die staatliche Schikane überhand? Wie konnten sich Schwule in der Zeit der Unterdrückung finden und Beziehungen haben? Wirkten sich Gesetzesänderungen auf den Alltag aus? Eine Fundraising Kampagne soll nun ein Projekt unterstützen, das sich mit dem ersten schwulen Spielfilm in Form einer Dokumentation über die Homosexuellen in Ungarn zur Zeit der kommunistischen Diktatur beschäftigt.

Vier junge Männer haben sich vor einiger Zeit entschlossen, einen Film über ihre Vorfahren“ in der Zeit der ungarischen Diktatur zu drehen. Sie nahmen Kontakt zu der Filmemacherin Mria Takcs (Secret Years“, 2009) auf und begannen im Jahr 2011 mit ihr den Film über die ältere Generation zu drehen. Die Darsteller sind Pioniere der Schwulenbewegung, Drag Queens der frühen Schwulenbars, mutige Unternehmer und einfache Menschen, die in dunklen Zeiten zufällig“ schwul waren. Man möchte einen Querschnitt durch die Gesellschaft darstellen, der dem/der Zuschauer(in) zeigt, wie zweischneidig das Leben zu dieser Zeit gewesen ist. Ein stetiges Doppelleben, das durch die Gefahr der Entdeckung und dem ewigen Kampf gegen sich selbst und homophobe Gegner geprägt war.

Es ist in der sowjetischen Geschichte von einer generell ablehnenden Haltung gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe auszugehen, da diese lange Zeit verboten und unter strenge Strafen gestellt wurde. Schon im Russischen Reich entwickelten Fundamentalisten und Sozialisten eine sehr sittenstrenge Einstellung bezüglich der Geschlechter( Rollen) und Sexualität. Eine Unterstützung für die Legalisierung von Homosexualität kam lediglich von russischen Anarchisten und vereinzelten Demokraten des russischen Parlaments. berwiegend war jedoch eine anti homosexuelle Stimmung weit verbreitet, die nach Theorien Lenins, Trotzkis und Stalins Homosexualität und sexuelle Freiheit als kein Bestandteil der Befreiung des Proletariats sondern als eine Untugend des kapitalistischen Bürgertums ansah. Eine vermeintliche Wende ergab sich für kurze Zeit nach der Russischen Revolution 1917, als die kommunistische Partei alle alten Gesetze der Zaren, worunter auch das Verbot der Homosexualität fiel, abschaffte. Laut dem sowjetischen Strafgesetzbuch von 1922 und 1926 waren homosexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen rein rechtlich gesehen legal. Auch wenn aus einigen offiziellen sowjetischen Dokumenten hervorging, dass Homosexualität nicht mehr als kriminell angesehen wurde, herrschte noch immer ein Bild von Homosexualität als heilbare Krankheit. Obwohl in der Sowjetunion einige liberalisierende Aspekte für die Homosexuellen Bewegung zu finden waren, konnte man noch nicht von einer Legalisierung oder Gleichstellung der Homosexualität sprechen. So erklärte Stalin, dass Homosexualität keine öffentliche Thematik darstellen sollte, womit der Grundstein für eine langandauernde Phase der Tabuisierung und Verschwiegenheit gelegt wurde. Aber bereits 1933 rückte er sie selbst wieder in den Fokus und führte ein neues Strafgesetz ein, wonach Homosexualität mit bis zu fünf Jahren Zwangsarbeit bestraft werden konnte. Dieses Gesetz wurde bis zur Auflösung der Sowjetunion beibehalten. Bis in die 1980er Jahre waren Schwule und Lesben verpflichtet, sich durch eine mehrmonatige Einnahme von Psychopharmaka therapieren“ zu lassen, was den krankhaften Charakter,
parajumpers outlet deutschland Schwules Leben unter der kommunistischen Diktatur
der an der Homosexualität zu dieser Zeit haftete, verdeutlicht.

Das heutige Russland und auch die Ukraine zeigen im kollektiven Bewusstsein keine weitreichende Verbesserung der Situation der Homosexuellen, auch wenn es 1993 zur gesetzlichen Legalisierung von homosexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen gekommen ist und seit 1999 Homosexualität nicht mehr als Geisteskrankheit gilt. In der sehr russisch geprägten Ukraine herrscht ein Mangel an geistiger Souveränität und Toleranz. Andersdenkende, Oppositionelle unterschiedlicher Herkunft, aber auch Schwule und Lesben werden als Gefahr für das russische Selbstbewusstsein, im schlimmsten Fall für den Bestand der russischen Gesellschaft an sich aufgefasst. Fremdes und Unbekanntes erhalten sehr schnell das Etikett unnormal“ und werden als westlich“ abgestempelt. Schwule Menschen wurden überwacht und von den Autoritäten erpresst, ihresgleichen auszuspionieren.

Während der Kdr ra (benannt nach Jnos Kdr, dem Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei und ungarischen Ministerpräsidenten 1956 1958 sowie 1961 1965) lebten Schwule im Untergrund. Danach, in den späten 1980ern und den frühen 1990ern, formten sich die ersten schwulen Gemeinschaften. Die Schwulen Bewegung begann.

Miln, Gbor, Pter und ihr anonymer Freund, der seine schwule Identität vor der weiteren ffentlichkeit und seinen Verwandten verbirgt, erforschen die Vergangenheit der älteren Generation, tauchen in deren packende und oft verborgene Welt ein und decken die persönlichen Geschichten beider Generationen auf. Der Film bringt wichtige Szenen und Orte der Vergangenheit an den Tag: zum Beispiel die Uni Bar, seinerzeit die berühmteste Lokalität in Budapest; die Donau Promenade, wo das stille Cruising entstand; oder die Insel Rab in Kroatien, die in der Rückschau für viele Ungarn das Paradies der Freiheit war. Touristische Orte mit internationalem Publikum waren schon immer wesentlich liberaler eingestellt. Dank der Verwendung spannender privater Filmaufnahmen einiger Darsteller sowie dank Filmmaterials und Fotos aus Archiven wird es möglich sein, den wichtigen Teil der Geschichte dieser Region Europas aufleben zu lassen.

Wir sind mit den Dreharbeiten so gut wie fertig und haben schon mit der Arbeit am Filmmaterial begonnen, aber es werden noch etwa acht bis zehn Millionen Forint, das sind 27.000 bis 34.000 Euro, benötigt, um den Film fertig zu stellen.“, sagt die Regisseurin Mria Takcs. Wir möchten das Geld zur Deckung der Kosten des Filmschnitts gerne mit unserer Crowdfunding Kampagne beschaffen. Wir glauben, dass dies ein wichtiger Film ist für die weltweite LGBT Gemeinde insgesamt und für alle, die mehr über die Geschichte der Region wissen oder die demokratischen Werte in Europa fördern möchten.“ (sr)
parajumpers outlet deutschland Schwules Leben unter der kommunistischen Diktatur