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Wenn der Niedersachsen Course des GR Hardenberg schon bei ruhigem Wetter eine Herausforderung ist, zeigt der Platz am zweiten Tag der 71. Deutschen Meisterschaften sein rauhes Gesicht. Im heftigen Wind, der zudem big weht, fliegen nicht nur Kappen von den Kpfen. Auch so manch ein Traum von einem guten Score ist wie weggeblasen. Am Vormittag bleibt keiner der 73 Herren unter Par. Die Damen haben zwar noch hrtere Bedingungen, weil nun auch noch Regen ins Spiel kommt. Dennoch schaffen es zwei Spielerinnen, unter Par zu bleiben. Carolin Kauffmann bernimmt mit ihrer 70 auch die Fhrung im Klassement.

Northeim Was fr ein Tag im Sden Niedersachsens! Man knnte zwar meinen, dass die Herren am Vormittag des zweiten Wettkampftages noch Glck hatten und es weitgehend trocken blieb. Aber angesichts des Sturmes, der ber das Gelnde des GR Hardenberg fegt, werden die meisten Athleten eher der Ansicht sein, das Wetter habe es nicht gut mit ihnen gemeint.

Entsprechend der Herausforderungen dieses Tages gab es keine einzige Scorekarte mit einem roten Endstand. Auch die Spieler der Spitzengruppe mussten Federn lassen.

Max Schmitt, der gestern eine starke 66 notiert hatte, kam am zweiten Tag mit einer 78 vom Platz “ und hatte dabei kein einziges Birdie gespielt. Der Youngster des GC Rheinhessen wird Mhe haben, sich an einen hnlichen Tag zu erinnern. Im Spiel war dabei gar nicht soviel anders als am ersten Tag. Nur auf den Grns hatte der Putter sich als Eisklotz erwiesen. Mit 36 Putts auf der Runde war fr Schmitt an diesem Tag nichts zu holen. Alleine sieben Putts aus weniger als zwei Metern liefen nicht in die Dose. Das muss man auch mal so hinnehmen. Die Blle sind bei der Klte nicht wirklich geflogen und so kam alles zusammen. Ich hoffe auf die nchsten Tage. Ich liege zwei Schlge zurck, das ist keine Katastrophe. Schade, dass ich die Fhrung abgegeben habe, aber auch diese Ausgangsposition ist gut und deswegen freue ich mich auf die nchsten Tage mit hoffentlich einigen besseren Schlgen , gibt Max Schmitt den Titel noch keineswegs verloren. Vor der Runde wird der Nationalspieler noch etwas mit Bundestrainer Ulli Eckhardt am Putten arbeiten.

Auch Marcel Zillekens vom Niederrheinischen GC Duisburg bte alle Schlge unter Par ein, die er sich gestern erkmpft hatte. Gleiches gilt fr Marc Hammer vom GC Mannheim Viernheim, so dass sich die drei nach der Hlfte der Meisterschaft bei einem Gesamtscore von Even Par Rang zwei teilen.

Alleiniger Spitzenreiter ist somit Lukas Gras. Der amtierende Deutsche Lochspielmeister war mit 3 in den Tag gegangen und gab davon auch nur einen Zhler ab, so dass er nun mit gesamt zwei Schlgen unter Par der einzige Athlet mit einer roten Hausnummer im Gesamtklassement ist. Ich bin natrlich insgesamt mit dem Tag zufrieden. Es war ein harter Tag, aber ich habe den Bedingungen soweit es ging gut getrotzt. Es ist fr mich eine schne Sache, mit dieser Ausgangssituation in den Tag zu gehen. Damit bin ich zufrieden. Es hat Spa gemacht, die beiden ersten Runden mit Max Schmitt und Marc Hammer zu spielen. Das hat mich natrlich auch mitgezogen. Ich freue mich auf hoffentlich zwei spannende Tage , war der Leader vom Osnabrcker GC rundum happy.

Even Par war der beste Score bei den Herren an diesem mehr als anspruchsvollen Tag. Immerhin gelang es mit David Li, Cedric Otten und Julian Baumeister drei Spielern, dieses Ergebnis rein zu bringen. Li vom Klner GC klettert nach seiner 73 vom ersten Tag sogar bis auf Rang fnf im Klassement. Einen Eagle durfte der Klner notieren und war am Mittag vollauf zufrieden mit seiner Leistung: „Der Platz ist generell sehr anspruchsvoll und die langen Schlge mssen schon gut passen. Bei dem Wind heute war das besonders schwer. Heute waren meine Annherungsschlge sehr gut.“

Cedric Otten und Julian Baumeister teilen sich nach ihrer guten Runde Rang elf. Die beiden Hubbelrather haben damit einen krftigen Sprung nach vorne gemacht. Baumeister freute sich,
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dass sein Spiel deutlich besser war als in der Auftaktrunde: „Der Platz hat sich heute wirklich extrem schwer gespielt. Insgesamt war ich ganz zufrieden mit der Runde und hoffe, in den nchsten Tagen noch nachlegen zu knnen.“

Auch Cedric Otten war nach einem harten Tag mit seinem Spiel im Reinen. „Ich habe heute sehr gut Abschlge und richtig gute Schlge ins Grn gemacht. Mir sind einige gute Up and downs gelungen. Nur das Putten htte noch etwas besser sein knnen“, sieht der Spieler des Junior Team Germany noch Luft nach oben.

Mit einer 73 (+1) hat sich auch Timo Vahlenkamp bis auf Rang elf vorgekmpft. Der Spieler, der vom GC Teutoburger Wald stammt und inzwischen zu der erfolgreichen Gruppe um Trainer Gregor Tilch in Berlin gehrt, spielte gewohnt solide und zauberte zwischendurch sogar einen Eagle auf seine Scorekarte. „Es war heute sehr windig und so musste man den Score einfach zusammenhalten, was mir ganz gut gelungen ist. Morgen mchte ich noch ein paar Kleinigkeiten verndern und dann wird es besser“, blickt der Youngster des National Team Germany zuversichtlich ins Wochenende.

Auch am zweiten Tag hatten die Damen die hrteren Bedingungen als die Herren. Neben dem heftigen Wind kam auch noch unangenehmer Regen ins Spiel. Eine knallharte Selektion im Teilnehmerfeld war die Folge.

Am besten kamen Carolin Kauffmann und Catherine Kuchenmeister mit den Bedingungen auf dem Platz zurecht. Beide kamen mit 70 Schlgen aus und waren damit die einzigen Athleten an diesem Tag, die den Platz unter Par bezwingen konnten. Kauffmann, die in der KRAMSKI Deutsche Golf Liga presented by Audi fr den Marienburger GC spielt, lag nach sieben Bahnen schon drei ber Par. Auf den Grns wollten die Blle einfach nicht fallen. Das Vertrauen war dann erstmal ein bisschen weg, aber ich habe weiterhin sehr gute Eisen gehauen und auf der Backnine sind dann auch die Putts gefallen , kommentierte die neue Leaderin dieser nationalen Titelkmpfe ihre fnf Birdies, mit denen sie ihren Score noch auf das Tagesbestergebnis drcken konnte.

Etwas anders kam die 70 von Catherine Kuchenmeister zustande. Die Herzogenauracherin legte mit einer Birdieserie auf den Bahnen 7 bis 9 einen famosen Score fr ihre Frontnine hin und musste auf der Backnine kmpfen, nachdem sie auf Bahn 14 ein Doppelbogey kassiert hatte. Nach der 77 vom ersten Tag rckt Kuchenmeister bis auf Rang 3 drei vor.

Diesen teilt sich die junge Frnkin mit Nina Birken vom GC Mlheim. Die routinierte Spielerin vom Sdrand des Ruhrgebiets lag nach zehn Bahnen vier ber, verbesserte sich danach mit vier Birdies innerhalb von fnf Bahnen wieder auf Even Par und kassierte auf ihrer letzten Bahn doch wieder ein Bogey, so dass es eine 73 fr den Tag wurde. Es war wirklich tough heute. Bei dem Regen und Wind war an einen Schirm nicht zu denken. Und stndig haben die Referees uns gesagt, wir wrden zu langsam spielen. Ich bin daher sehr glcklich ber diese Runde , war Birken am Ende durchgefroren und freute sich auf eine warme Mahlzeit.

Auch Lilly Kster und Miriam Emmert vom HGC Falkenstein brachten an diesem schwierigen Tag eine 73 nach Hause. Nachdem beide gestern eine 76 unterschrieben haben, rcken die Clubkameradinnen gemeinsam bis auf Rang sechs vor.

Celina Sattelkau vom GC St. Leon Rot hat eine solide 74 unterschrieben und sich damit vor der dritten Runde Rang zwei im Gesamtklassement gesichert. Heute ist nicht so viel gefallen, aber das kann sich an den beiden nchsten Tagen noch ndern , bleibt die Einstellung der Spielerin aus dem Kader von Mdchen Bundestrainer Sebastian Rhl nur positiv.

Marie Coors (Frankfurter GC) und Laura Fnfstck (GC Neuhof), die beide als Co Leaderinnen in den Tag gegangen waren, musste mit einer 77 und einer 76 den rauhen Bedingungen Tribut zollen und fallen damit auf die Pltze fnf und sechs zurck.

Am Samstag gehen Herren und Damen nach Platzierung in ihre dritte Runde. Wieder wird von Tee 1 und Tee 10 gestartet, wobei die hinteren Rnge schon ab 8.00 Uhr raus gehen, whrend die bessere Hlfte des Klassements ab 12.10 Uhr starten wird. Der Leaderflight der Damen wird um 12.40 Uhr von Tee 10 raus gehen, die drei bestplatzierten Herren um 14.07 Uhr, ebenfalls von Tee 10.

Auch am Samstag werden noch alle Athleten dabei sein,
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denn erst nach Runden drei wird es einen Cut geben. Nur die besten 24 Damen und 36 Herren sowie alle schlaggleichen Athleten werden am Sonntag in die Finalrunde starten.